Nov 21, 2018

Kapok ist ein Baum! Der Kapokbaum (Ceiba pentandra) gedeiht in den Tropen. Er wird in Asien gepflanzt, wächst aber auch wild. Kapok ist ein Naturprodukt und rein pflanzlich.

Wie jeder Baum, möchte auch der Kapokbaum Nachkommen haben. Wohin mit dem Nachwuchs? Möglichst weit streuen, sagt sich der Kapokbaum.

Deshalb blüht er und bildet Früchte. Das sind lange Schoten, die zuerst grün sind und mit zunehmender Reife hellbraun werden. 

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In der Schote sind die Samen, die so aussehen wie schwarze Pfefferkörner.

Intuitiv schlau, wie der Baum ist, umhüllt er dazu seine Samen, mit einer weichen, leichten Watte. Das ist der eigentliche Kapok.

Die Fruchtkapsel platzt auf, wenn sie reif ist. Da in der Natur immer alles von allem abhängt, kommt jetzt noch eine wichtige Komponente: Wind.

Der Baum setzt auf Wind, denn dieser befördert die sehr leichte Kapok-Watte, die die Saat enthält, in weiter entfernte Gegenden, wo mehr Chancen bestehen, dass die Samen Fuß fassen und wachsen.

Um Kapok als Füllmaterial zu benutzen, werden die reifen Schoten gesammelt. Der Kapok wird per Hand herausgenommen und in einer Spezialanlage werden die Saatkörner herausgepustet. Mehr Behandlung ist nicht notwendig. Die natürliche Kapok-Watte wird in Ballen verpackt und verschifft. So kommt das Kapok bei uns in Hamburg an.

Wir nehmen etwas vom Kapok und stopfen es Hand für Hand in die Kissen. Damit es schön gleichmäßig wird, muss immer wieder nachgedrückt werden. 

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Das ist viel aufwändiger als Spelzen in eine Kissenhülle zu schütten. Letztendlich kommt ein Kapok-Bolster dabei heraus, welches genau die richtige Festigkeit bzw. Nachgiebigkeit hat. Auch weil die Kapokfaser "von Haus aus" elastisch ist. Was sie von z.B. von der Baumwollfaser unterscheidet. Anfangst ist das Bolster noch rund, bzw. zylindrisch. Mit zunehmender Nutzung wird es flacher. So soll es dann auch für die Yogapraxis sein.

Die Vorteile von Kapok für ein Yogabolster und der Unterschied zu anderen Materialien findest du in diesem Blog:
Die Füllung macht den Unterschied